Sonntag, 30. März 2008

11000 Jungfrauen

Freitag besuchten eine Freundin und ich in Köln eine kleine, aber feine Ausstellung mit dem Titel "was dich anzieht". Wir hatten einen Termin mit einem der Künstler, Walter Bruno Brix und verlebten nette eineinhalb Stunden mit Kunstgenuss und tollen Gesprächen mit ihm und der Galeristin.

Wir unterhielten uns auch über eines seiner schwebenden Projekte, von dem ich schon seit zwei Jahren weiß und mich beteilige. Es handelt sich um eine Installation von 11000 Taschentüchern zum Gedenken der 11000 Jungfrauen, die mit der Heiligen Ursula am Ende ihres Kreuzzuges nach Köln kamen und dort ermordet wurden. Er möchte mit seinen 11000 Taschentüchern die Macht der Frauen demonstrieren, sie wie Wolken im Dom schweben lassen. Sie sollen die Besucher "abbremsen", um innezuhalten, aber nicht "bedrängen".

Er gab mir die Information mit und erlaubte mir, sie hier zu veröffentlichen. Weitere Infos gibt es auf seinem
Blog dazu.


Wer an dieser Installation teilnehmen möchte: Informiert euch, signiert Stofftaschentücher, sammelt bei Frauen aus der Familie und im Freundeskreis, schickt ihm diese Taschentücher und macht einen Künstler glücklich.

Sonntag, 9. März 2008

Wasserlösliche Folie und Xpandaprint

Heute hatte ich mal Lust, etwas Neues auszuprobieren. Ich stellte einen neuen Stoff mit wasserlöslicher Folie und Xpandaprint (in Deutschland als Plusterfarbe bekannt) her.

Zuerst pinselte ich wasserlösliche Folie mit Xpandaprint ein. Dann bemalte ich das ganze mit blauer und kanariegrüner Stofffarbe. Jetzt musste das ganze trocknen.


Nach dem Trocknen legte ich es zwischen Backpapier und glitt mit einem warmen Bügeleisen von der Rückseite darüber (es gab einige Hügelchen) und dann mit einem heißen Bügeleisen von der Vorderseite. Das Ergebnis: ein Aufbäumen mit einem tollen Aufplustern.

Dann nahm ich einen Pinsel und nässte das Stück gründlich ein und mit den Fingern drückte ich immer wieder dagegen. Ein Teil der wasserlöslichen Folie schmolz und es bildeten sich Löcher. Nun trocknet es ein zweites Mal.

Morgen entscheide ich, was es wird.