Freitag, 6. Februar 2009

Spielerei mit G r a u


Wenn ich im Grau alles sehe
und im Grau alle Farben,
die ich erfahre und
die ich reproduzieren möchte,
dann,
warum sollte ich
irgendeine andere Farbe verwenden?
Alberto Giacometti

Meine Arbeit hätte - wie Alberto Giacometti passend in seinen Zeilen beschreibt - keine weitere Farbe benötigt, aber die Regel der Ausschreibung für die Alkün-Ausstellung in München lautete: Grau trifft … So entschied ich mich für frische pinkfarbene Elemente, die ich mit Ölkreiden schablonierte.

Das Arbeiten mit der Farbe Grau war spannend. Grau hat für mich einen wandelbaren Charakter. Auf der einen Seite steht sie für einen Zustand (... graue Maus), aber auf der anderen Seite steht sie auch für etwas Geheimnisvolles. Schaut man sich die Nebel dicht über dem Boden an, verbirgt sich darunter farbiges Leben, taucht ein Flugzeug in einen grauen Himmel ein, befindet sich darüber ein blauer Himmel. Grau ist in jede Richtung (Farbe) entwicklungsfähig: Langeweile lässt sich in Aktivität umwandeln, trübe Gefühle können umschwenken, "graue Mäuse" können wie ein Phönix aus der Asche aufsteigen. Die „graue“ Altersgruppe ist - wirtschaftlich betrachtet - die Gruppe, die zurzeit über das meiste Geld verfügt, am reisefreudigsten ist, für Werbung immer interessanter wird und vieles andere mehr. Daneben hat Grau noch etwas Elegantes. Grau veredelt ist Silber. Und diese Wandelbarkeit ist etwas, was keine andere Farbe kann.

Kommentare:

Momo hat gesagt…

Wunderschön geworden! Die Schrift fasziniert mich am meisten :-)

Lieben Gruß
Momo

Momo hat gesagt…

wunderschön geworden! Ich finde besonders die Schriften klasse, damit experimentiere ich auch gerade.

Lieben Gruß
Momo

Waltraud hat gesagt…

Toll, richtig edel!! Und auch die Gedanken dazu!
Gruß
Waltraud

Murgelchen94 hat gesagt…

Dein Grau ist ganz wundervoll.
LG,
Helga