Samstag, 28. Februar 2009

Strukturen in der Natur - Haut

Da ich mich nun einmal bei Holz, Moose und Flechten im "Wald" bewegte, wollte ich bei diesem Thema im Wald bleiben. Dabei bin ich auf den Tausendfüßler gekommen. Ich gebe zu, der gesamte Block ist nicht die Haut eines Tausendfüßlers, aber er kriecht hier in 500facher Vergrößerung über seinen Lebensraum, den Waldboden.


Die Vergrößerung war nötig, weil ich diese Tierchen nur regenwurmartig klein und glänzend kenne. Und bei der Beschäftigung mit dem Tausendfüßler habe ich schon wieder etwas gelernt. Die Haut ist alles andere als glatt und glänzend.

Der Körper eines Tausendfüßlers besteht aus Ringabschnitten, von denen die oben liegenden rau und behaart sind. Dazu habe ich Silk Rods gefärbt, segmentartig zugeschnitten und mit einer Drahtbürste aufgeraut. Aus den äußeren Ringabschnitten kommen je zwei Fußpaare, die ich mit Effektgarn aufnähte. Auf den Ringabschnitten besitzt der Tausendfüßler Abwehrdrüsen, die ich perlenmäßig wiedergab. Die inneren Ringabschnitte sind glatt und glänzend. Das erreichte ich mit multicolor changierendem Organza.

Donnerstag, 26. Februar 2009

Strukturen in der Natur - Moose und Flechten

Ich wohne in der Nähe eines Waldes und seit Kyrill vor einem Jahr tobte, findet man genau diese Kombination bei Spaziergängen noch immer in Hülle und Fülle. Es fasziniert mich die Intensität der Farben auf dem dunklen Boden.


Rinden- und Becherflechten an Totholz

Für den Waldboden filzte ich gefärbten Mull, Wolle, Skelettblätter, einige Fäden, Organzastücke und anderen handgefärbten Stoff. Für die Rindenschwämme verwendete ich Satinband, bepinselte die Kanten mit passend eingefärbtem X-Pandaprint und bearbeitete das Ergebnis mit dem Embossingfön. Die Becherflechten bestehen aus Bändchengarn, gefüllt mit Filzwolle. Für das Totholz verwendete ich ein Reststück der Holzstruktur. Na und dann sind noch ein paar Effektfäden, Perlen und Scheibchen aufgenäht.

Dienstag, 24. Februar 2009

Strukturen in der Natur - Holz

Meine Inspiration war Baumrinde in ihrer gesamten Vielfalt an Farben und Strukturen.


Dazu bemalte ich Tyvek mit einem Mix von Braun, Kupfer, Orange, Grün, Blau, Schwarz, Lila usw. und schmolz es. Da ich sehr weiches Tyvek benutzte, ließ es sich nur von Hand weiterverarbeiten. Ich unterlegte ich es mit Vlies, damit die Dimension erhalten bleibt, und stickte mit Woll- und Effektgarnen. Zu guter Letzt legte ich es auf einen Waldboden von Organza, Mull und Filz.

Montag, 23. Februar 2009

Strukturen in der Natur - Sand

Die Inspiration zu diesem Block-Thema bekam ich während unseres Herbsturlaubs in Andalusien. Wir besichtigten u. a. die Stierkampfarena in Ronda.

Der Boden dort ist sandig und hart.

Auch bei diesem Block arbeitete ich mit X-Pandaprint. Diesmal pinselte ich es dünn auf einen Baumwollsatin und plusterte (anders als bei der Wasserstruktur) nur ganz dezent. Dann färbte ich das Stück mit verschiedenen Acrylfarben ein, zum Teil wusch ich die Farben wieder aus, solange bis ich meine Assoziation stimmte. Verschiedene Farbpigmentpuder, Glitter, Mini-Goldkügelchen und Muscheln streute ich in das feuchte Stück und nach dem Trocknen stickte Perlen und Effektgarn auf.

Freitag, 13. Februar 2009

Strukturen in der Natur - Wasser

Im Rahmen der Jahresarbeiten der Gruppe Alkün beschäftigten wir uns alle zwei Monate mit einer Arbeit zum Thema "Strukturen in der Natur" - sie sind zurzeit ebenfalls in München zu sehen -.

Beim Thema "Wasser" fiel mir sofort meine Arbeitsprobe aus dem März 2008 ein.


Und so ging es weiter: Ich nähte das Stück auf einen Unterstoff und unterfütterte die Lücken mit "Gischt".


Unseren Osterurlaub verlebten wir 2008 auf Sylt. Das Wetter zeigte sich dort sehr winterlich mit Schnee, Sturm und Kälte. Trotzdem konnten wir in der Nordsee mutige Surfer mit ihren schwarzen Neoprenanzügen beobachten.

Diese musste ich dann unten in meine "bewegte See" einfügen.

Bewegte See

Detail

Freitag, 6. Februar 2009

Spielerei mit G r a u


Wenn ich im Grau alles sehe
und im Grau alle Farben,
die ich erfahre und
die ich reproduzieren möchte,
dann,
warum sollte ich
irgendeine andere Farbe verwenden?
Alberto Giacometti

Meine Arbeit hätte - wie Alberto Giacometti passend in seinen Zeilen beschreibt - keine weitere Farbe benötigt, aber die Regel der Ausschreibung für die Alkün-Ausstellung in München lautete: Grau trifft … So entschied ich mich für frische pinkfarbene Elemente, die ich mit Ölkreiden schablonierte.

Das Arbeiten mit der Farbe Grau war spannend. Grau hat für mich einen wandelbaren Charakter. Auf der einen Seite steht sie für einen Zustand (... graue Maus), aber auf der anderen Seite steht sie auch für etwas Geheimnisvolles. Schaut man sich die Nebel dicht über dem Boden an, verbirgt sich darunter farbiges Leben, taucht ein Flugzeug in einen grauen Himmel ein, befindet sich darüber ein blauer Himmel. Grau ist in jede Richtung (Farbe) entwicklungsfähig: Langeweile lässt sich in Aktivität umwandeln, trübe Gefühle können umschwenken, "graue Mäuse" können wie ein Phönix aus der Asche aufsteigen. Die „graue“ Altersgruppe ist - wirtschaftlich betrachtet - die Gruppe, die zurzeit über das meiste Geld verfügt, am reisefreudigsten ist, für Werbung immer interessanter wird und vieles andere mehr. Daneben hat Grau noch etwas Elegantes. Grau veredelt ist Silber. Und diese Wandelbarkeit ist etwas, was keine andere Farbe kann.

Dienstag, 3. Februar 2009

Es war 'ne schöne Zeit

Zu den im September 2008 hergestellten Schuhen ist noch ein viertes Paar hinzugekommen. Diese eleganten Plateauschuhe waren wirklich eine Herausforderung. Schuh, Sohle und Absatz sind aus einem Stück Pelmet gearbeitet.

Template

Die vier Paare bilden mein Objekt für die Ausstellung der alküns in München zum Thema "Vier mal gleich …".

In einem Rahmen, der in vier Fächer eingeteilt ist, präsentieren sich die Schuhe auf kleinen "Kissen" mit gequilteten und bemalten Füßen und gerafften bzw. geplusterten Untergründen.


Es war 'ne schöne Zeit