Dienstag, 10. August 2010

Sprüche


Beim Aufräumen fiel mir mein altes Poesiealbum in die Hände. Und ich dachte, ein lieber Spruch einer lieben Freundin aus meiner Schulzeit, an die ich mich gerne erinnere, ist passend für meine nächste Sprücherolle:

Vergesse nie die Heimat,
wo deine Wiege stand,
du findest in der Ferne,
kein zweites Heimatland!

Jetzt wollte ich einmal das Schreiben mit dem Lötkolben ausprobieren. Das erwies sich schwieriger als ich annahm. Der Hintergrund sollte dunkel sein (dunkelrote Seide), damit die Schrift einen guten Kontrast bildet und somit gut lesbar ist. Der Vordergrund sollte weiß, luftig und transparent sein, weil es ja auf eine leere Holzspule aufgerollt werden sollte. Lutradur erwies sich als zu starr – auch das ganz feine. Eine Lage Organza war zu transparent, der dunkle Untergrund dominierte und die Schrift war nicht gut lesbar – zwei Lagen verbunden mit Spunweb sind zwar grenzwertig, aber alles andere wäre wieder zu steif geworden. Auch Vliesofix ist zu steif.

Das Schreiben selber war kein Problem. Ich hatte eine extra fein gedremelte Lötkolbenspitze in Bleistiftspitzenformat. Das Ergebnis ergibt aber doch immer noch etwas zu wenig Kontrast. Ich versuchte dann auf verschiedenen Probestücken den weißen Organza mit Acrylfarbe, Stofffarbe oder Gesso anzupinseln oder mit einem Schwamm auszuwaschen. Aber die Ergebnisse brachten die Schrift auch nicht zum Leuchten. Im Gegenteil, sie wurde ebenfalls weiß und ein „Nachschreiben" klappte gar nicht, weil der Lötkolben die Farbschicht nicht durchdringen konnte.

Die Applikationen zwischen den Spruchzeilen sind ebenfalls mit dem Lötkolben ausgebrannt. Als Formvorlage eignen sich übrigens Grungeboards ausgezeichnet. Ich weiß zwar nicht, was das für Material ist, aber es kokelt nicht, wenn man mit dem Lötkolben den Rand nachzeichnet.

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