Montag, 1. November 2010

ArtFair21 - Messe für aktuelle Kunst in Köln

Am Donnerstag besuchte ich mit einer Freundin die ArtFair21 in Köln. Es waren viele interessante Arbeiten, einiges taten wir aber auch als Trash ab. Ich schildere hier nur, was uns gefallen hat und sich unter „Inspiration" einreihen lässt. Da ich die Copyrightrechte nicht verletzen möchte, ergänze ich meinen Text nicht mit Fotos, sondern verlinke die Künstler, die eine HP haben, die anderen müsste man "googlen", aber auch das lohnt sich.

Keep A Breast
- Diese Gruppe setzt sich so wie die alküns mit ihren Bras mit Corsagen aus Gips, die künstlerisch gestaltet sind, für Frauen, die an Brustkrebs erkranken ein. Auch diese Gruppe versteigert ihre Corsagen zugunsten der Selbsthilfegruppen.

Franziska Schemel - In ihren Arbeiten verarbeitet sie ganz kleine Fotos, die sie ganz großflächig weiterlaufen lässt. Wir unterhielten uns mit ihr sehr gut über ihre Arbeiten und bekamen Einblick in ihre Arbeitsweise.

Antonio Marra - Dieser Künstler war neben Franziska Schemel unser Favorit. Er arbeitet lineare Strukturbilder, d. h. er durchkämmt mit einer Paste die Leinwand, sodass erhabene Linien das Bild bestimmen. Dann malt er von links ein Bild und von rechts. Wenn der Betrachter nun das Bild von links nach rechts abschreitet, erhält er drei Bilder. Hier haben uns besonders die Arbeiten gefallen, die von links streng geometrisch und nach rechts auslaufend verspielt blumenhaft bemalt waren. In der Frontalansicht treffen sich die beiden Bilder dann. Auch mit diesem Künstler haben wir uns einige Zeit gut unterhalten können.

Thitz - Dieser Künstler zeigte Bilder, die zu meinem Thema „Recycling" passen. Er verarbeitet Plastiktüten in großflächige Bilder. Ich starrte diese Bilder immer wieder an und fand nicht heraus, ob er nur die Henkel oder die ganze Tüte einarbeitet, was Tüte ist und was seine Malerei. Die Bilder gefielen mir zwar nicht besonders, aber interessant war es schon.

Jupp Linsen - Linsen zeigt material- und texturorientierte Malerei an Fundstücken, wie Zinkbleche, alte Holzlatten und Teile anderer ausgedienter. Passt zum Thema Fundstücke, Industrie usw.

Andreas Lutherer -
Er zeigte seine mehrdimensionalen Glasarbeiten. Das hat mich dann daran erinnert, dass ich immer noch mehrdimensional in diesem Stil ausprobieren möchte. Mehrschichtig und -dimensionierte Drucke auf Organza und andere transparente Stoffe. Meine Versuche vor 4 Jahren waren mäßíg. Steht nun wieder auf meiner todo-Liste.

Charlotte Mc Gowan-Griffin - Sie präsentiere wunderbare großflächige filigrane Papierarbeiten im Stil von Scherenschnitten. Weitere filigrane Scherenschnitte gab es von Annette Schröter und Silvia Schreiber zu sehen. Sind Papierscherenschnitte modern, weil häufig vertreten?


Auf jeden Fall fällt mir seit einem halben Jahr auf, dass in der modernen Kunst der Hirsch modern ist. Es gibt keine Veranstaltung, wo man ihn nicht irgendwie trifft, entweder in Bildern oder in Accessoires. Ich sollte mal schauen, ob ich einen „röhrenden Hirschen" auf meinem Speicher finde, den ich künstlerisch aufpeppen kann.

Eine Künstlerin stand "einsam" neben einem schwarzen gestrickten Handschuh - ihr einziges Werk dort. Im Gespräch erfuhr ich, dass sie sich zweimal die Haare abschnitt und die Haare verwebte und zu diesem Handschuh verstrickte, war schon witzig.

Wie immer verging die Zeit auf der Vernissage viel zu schnell und mit vollem Kopf und Herz fuhren wir wieder nach Hause.

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