Sonntag, 15. August 2010

Recycling - Tasche


Die Blumen für dieses Sommertäschchen besteht aus einigen Kunststofftüten, die ich auf Bodenwischertücher bondete. Das Innenleben ist ein Luftpolsterbehälter, in dem eine Tonerkartusche verpackt war. Der Taschengriff geht rundherum und ist zusätzlich mit Decofil versteift.

Donnerstag, 12. August 2010

Oberflächengestaltung mit Mehl



Gesternfrüh sah ich bei einer Freundin ein Werkstück, das sie mit einer Mehlpaste ausprobierte. Gelesen hatte sie das im neuen Buch von Jane Dunnewold "Art Cloth". Ich war begeistert und musste es ihr am Nachmittag gleichtun.

Also rührte ich eine Mehlpampe an und strich diese auf ein Stück Stoff. Mit einem Zahnstocher schrieb und zeichnete ich in das feuchte Stoffstück und trocknete es. Dann zerknitterte ich das ganze, sodass feine Haarrisse entstanden und malte den Stoff schwarz-grau an. Die offenen Flächen konnten jetzt die Farbe aufnehmen. Nach einem weiteren Trocknungsgang knitterte ich weitere Haarrisse und malte diesmal mit pink. Heute morgen wusch ich das Mehl aus und mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden. Besonders die Haarrissstrukturen gefallen mir. Ich weiß auch schon, wo ich diese Technik einsetze.

Dienstag, 10. August 2010

Sprüche


Beim Aufräumen fiel mir mein altes Poesiealbum in die Hände. Und ich dachte, ein lieber Spruch einer lieben Freundin aus meiner Schulzeit, an die ich mich gerne erinnere, ist passend für meine nächste Sprücherolle:

Vergesse nie die Heimat,
wo deine Wiege stand,
du findest in der Ferne,
kein zweites Heimatland!

Jetzt wollte ich einmal das Schreiben mit dem Lötkolben ausprobieren. Das erwies sich schwieriger als ich annahm. Der Hintergrund sollte dunkel sein (dunkelrote Seide), damit die Schrift einen guten Kontrast bildet und somit gut lesbar ist. Der Vordergrund sollte weiß, luftig und transparent sein, weil es ja auf eine leere Holzspule aufgerollt werden sollte. Lutradur erwies sich als zu starr – auch das ganz feine. Eine Lage Organza war zu transparent, der dunkle Untergrund dominierte und die Schrift war nicht gut lesbar – zwei Lagen verbunden mit Spunweb sind zwar grenzwertig, aber alles andere wäre wieder zu steif geworden. Auch Vliesofix ist zu steif.

Das Schreiben selber war kein Problem. Ich hatte eine extra fein gedremelte Lötkolbenspitze in Bleistiftspitzenformat. Das Ergebnis ergibt aber doch immer noch etwas zu wenig Kontrast. Ich versuchte dann auf verschiedenen Probestücken den weißen Organza mit Acrylfarbe, Stofffarbe oder Gesso anzupinseln oder mit einem Schwamm auszuwaschen. Aber die Ergebnisse brachten die Schrift auch nicht zum Leuchten. Im Gegenteil, sie wurde ebenfalls weiß und ein „Nachschreiben" klappte gar nicht, weil der Lötkolben die Farbschicht nicht durchdringen konnte.

Die Applikationen zwischen den Spruchzeilen sind ebenfalls mit dem Lötkolben ausgebrannt. Als Formvorlage eignen sich übrigens Grungeboards ausgezeichnet. Ich weiß zwar nicht, was das für Material ist, aber es kokelt nicht, wenn man mit dem Lötkolben den Rand nachzeichnet.

Montag, 9. August 2010

Noch mehr auf Draht

Meinen Vorsatz für dieses Jahr, den Blog regelmäßig zu "füttern", halte ich leider nicht ein. Zu meinem Leidwesen waren das Frühjahr und der Frühsommer so arbeitsreich, dass ich meinen Blog fast verdrängte. Ich überlegte sogar, ob ich ihn schließe. Aber das will ich im Prinzip gar nicht. Und so muss ich mich damit abfinden, hier auch einmal Pausen in Kauf zu nehmen. Es ist ja nicht so, dass ich nichts tue oder tat. So manche Stunde kann und konnte ich für mein Hobby schon abzweigen.

Aber zunächst war mein Probieren mit Draht noch nicht zu Ende.


Fliegendraht 1. Übung
Hintergrund: dunkler grauer Metallic-Organza, darüber Fliegendrahtstreifen gelegt und mit schwarz-weiß-meliertem Garn mit Zierstich aus der Maschine abgesteppt. Die Hälfte des Streifens habe ich gewellt: gefällt mir nicht – ist zu gerade – zu ordentlich – das schwarz-weiß-melierte Garn zu Ton-in-Ton


Die zweite Hälfte drehte ich um die eigene Achse: gefällt mir schon besser – der Zierstich ist jetzt kaum noch zu erkennen.


Dann schichtete ich Organza, Fliegendraht und noch einmal eine Lage Organza, stippelte diese Schichtung, teilte das ganze in zwei Hälften und knüllte eine Hälfte zusammen: dreilagig gefällt mir nicht – der Draht ist kaum zu sehen – bearbeitet mit dem Embossingfön wird das Ergebnis jedoch zufrieden stellend




Dann riss ich eine Lage Organza herunter und knüllte die zweite Hälfte: zweilagig gefällt mir besser – Draht ist sichtbar und das farbige Garn passt sich gut ein.



Fliegendraht 2. Übung
Hintergrund: dunkler grauer Metallic-Organza, darüber Fliegendraht und abgedeckt mit metallig-buntem Netzgewebe, das ganze abgesteppt, dann den Streifen gefaltet: gefällt mir nicht wirklich – Draht ist nicht gut sichtbar, Netzgewebe dominiert,


die Bearbeitung mit dem Embossingfön bringt ein zufrieden stellendes Gewebe.

Fazit
- möglichst zweilagig arbeiten
- evtl. leichte Bearbeitung mit Embossingfön
- farbige Garne benutzen - belebt das ganze noch