Dienstag, 4. Oktober 2011

Aus dem Nähkästchen


Diese kleinen Bilder entstanden aus dem Nähkästchen. Verwendet habe ich Knöpfe, Haken, Zipper usw. Zurzeit sind sie in Bochum, wo ich wieder bis Ende Oktober ausstellen darf.

Donnerstag, 29. September 2011

Graffiti - Spuren

Die Zeit vergeht und ich vergesse manchmal, dass ich den Blog füllen möchte. Seit zwei Monaten liegen hier zwei neue Buchseiten zum Thema Graffiti - Unterthema Spuren.



Zu dieser Arbeit inspirierte mich die Hauswand meines Nachbarn, der vor ca. 15 Jahren morgens mit einer Graffiti-Schmiererei überrascht wurde. Er schrubbte und schrubbte, das Haus wurde gestrichen - aber, wenn das Wetter feucht ist, sieht man noch immer, dass dort Spuren hinterlassen wurden. Schade - nicht immer ist Graffiti auch Kunst.


Meine Häuserwand besteht aus Plusterfarbe, die ich mit einem Graffiti bemalte und versuchte, es wegzuwaschen. Das Ergebnis sieht man. Es ging wirklich nicht besser. Die Schwammstücke habe ich zum Erinnern gleich mit verarbeitet.


Diese Arbeit soll zeigen, wie die Graffitikünstler ihre Spuren in Stadt - Land - ja auf der ganzen Welt hinterlassen. Ich fotografiere auf meinen Reisen häufig Graffitis. Eine Miniauswahl druckte ich auf Seide und befestigte sie auf einen selbst gefertigten Seidendruck des Kölner Stadtplans. Dann verband ich sie mit roten Fäden und meiner Signatur. Sie hätten auch zum Unterthema "Netz" gepasst.

Montag, 15. August 2011

Festival of Quilts 2011 - Textile News: Freiheit

Am letzten Wochenende war ich für zwei Tage in Birmingham zum Festival of Quilts 2011. Es waren zwei ausgefüllte Tage mit vielen tollen Arbeiten, vielen interessanten - auch "schrägen" Menschen, netten Begegnungen, kleinen Einkäufen und was es sonst noch auf solchen Veranstaltungen gibt. Fotos gibt es hier keine (Copyrihgt).

Mit zwei kleinen Quilts nahm ich an einer Gruppenausstellung zum Thema "Textile News: Freiheit" - organisiert von Gudrun Heinze - teil.

Freiheit, die ich meine

Freiheit, die ich meine - gespiegelt 


Für diese erste Arbeit wurde ich angeregt durch einen Text von Albert Schweitzer (1875 – 1965). 
 
Zitatanfang: Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe das Recht aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten, Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen. Iieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit noch Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: ‚Dies ist mein Werk.‘ Das alles ist gemeint, wenn ich sage: ‚Ich bin ein freier Mensch.‘ Zitatende

Den Spiegel zu zerschlagen und aus ihm herauszutreten, ist ein wichtiger Schritt, um dort hin zu kommen. Das ist mein Begriff von Freiheit. Die Begriffe, die ich mit Freiheit verbinde, habe ich spiegelbildlich mit der Maschine geschrieben.

Für die zweite Arbeit habe ich eine Behauptung von Coco Chanell zugrunde gelegt. Sie behauptete, sie habe die Frauen „… befreit“. ABER dann fand ich ein Gedicht, dass die Befreiung von der Corsage in Frage stellte - sie sogar als Halt für die Freiheit empfand. Da ich nicht weiß, wer das Gedicht geschrieben hat, will ich es aus Copyrightgründen nicht veröffentlichen. Den "Ich-bin-gefangen-im-Korsett-Teil" stellte ich mit BH-Bügeln, Drahtperlen und geschwungegem Drahtgitter dar, den "Das-Korsett-gibt-mir-Halt-für-die-Freiheit-Teil" mit Seidenschnüren und weichen beschreibenen Tags.

Coco


Graffiti


Meine Junimauer hat nun ihr Graffiti: Pelmet gefärbt mit Stofffarben - Pelmet saugt die Farben sehr auf und deshalb ist das ganze etwas blass, sodass ich nach Fertigstellung noch nachpinseln musste.  Es gefällt mir zwar recht gut, aber ich nehme beim nächsten Mal lieber Lutradur, da leuchten die Farben besser, wie man bei meinem kleinen "bifi-Graffiti" sehen kann. Als Schatten ist schwarze Batik hinterlegt. Gequiltet sind nur die Mauerritzen. Zurzeit befindet sich die Mauer in einer kleinen Ausstellung in Bochum. Ich denke, wenn sie zurück ist, hübsche ich sie noch auf. Dazu hatte ich leider vorher keine Zeit mehr.

Montag, 25. Juli 2011

Sütterlin

Aller guten Dinge sind zwei, ein Stoffstück ist eben kein Computer und hat keine Löschtaste. Nachdem ich meinen Text geschrieben hatte, eigentlich zufrieden war, stellte ich fest, dass zwei Schreibfehler drin sind, die mir durchgegangen waren. Na ja, es war schon spät und die Konzentration war wohl nicht mehr ganz da. Jetzt ist er jedenfalls fehlerfrei.

Samstag, 23. Juli 2011

Sütterlin - Ich kann es noch!


Seit meiner frühen Kindheit nehmen Schrift und Bücher einen großen Teil meines Daseins ein. Ja, ich kann es noch. Gelernt ist gelernt. Mit Hilfe einer Schriftentafel aus einem alten Buch habe ich einen kleinen Probetext geschrieben. Einige Buchstaben musste ich noch üben. Jetzt werde ich auf Stoff schreiben.

Sonntag, 12. Juni 2011

Graffiti


Graffiti bleiben erst einmal mein Thema. Diese Mauer (graue Batik auf handgefärbter Baumwolle) ist heute fertig geworden und wartet auf ihr Graffiti.

Mittwoch, 1. Juni 2011

Graffiti


Das "i" war nur ein Probestück. Hier ist eine kleine fertige Graffiti-Mauer. Sie besteht aus bemaltem Lutradur, die Schrift aus bemaltem Pelmet, einzeln gefertigt und dreidimensional zusammengesetzt. Die Tags sind mit einem Kalligrafiestift geschrieben.

Montag, 23. Mai 2011

Graffiti


heute aus meiner Werkstatt - Graffiti - bemaltes PelmetVilene, mit Satinstich umkettelt

Freitag, 20. Mai 2011

Muffins

Wissen

bildet
erschließt
beflügelt

erheitert

erfreut

Wissen ist Macht!

Öffne dein Herz und reiche die Hand!


Bildungsmuffin

Montag, 16. Mai 2011

Collagen

Widerspruch

so heißt eine von vielen Collagen, die ich im März d. J. während eines Workshops mit Linda Colsh erstellte.

Linda war unser Programmhöhepunkt beim jährlichen alkün-Treffen in Rückersbach. Sie arbeitet ihre Quilts mittels Papiercollagen, die dann auf Stoff übertragen und weiterverarbeitet werden. Linda zeigte uns auch, wie sie mit einem Fotobearbeitungsprogramm Fotos für ihre Collagen aufbereitet und worauf wir beim Drucken (Drucker- und Tintenvoraussetzungen) auf Stoff achten müssen. Linda ist eine so nette, reizende Person, die sich rührig um alle und alles mühte, motivierte und was man sonst noch alles von einer Kursleiterin erwartet, wirklich klasse. Aber ich weiß bis heute noch nicht, ob dieser Workshopp für mich das richtige war. Ich fuhr zum ersten Mal nach einem Kurs nicht euphorisch nach Hause.

Dienstag, 3. Mai 2011

Freiheit

Das Thema Freiheit ist ein Thema, das gerade heute aktueller denn je und auch gedanklich immer wieder präsent ist.

Angeregt durch die Einladung von Gudrun Heinz, eine Arbeit für den 4. Internationalen Wettbewerb für Kleinformate „Textile News: Freiheit · Liberté · Freedom“ zu fertigen, nahm ich mir zunächst einmal vor, ein textiles Buch zum Thema herzustellen. Geplant sind ungefähr 6 – 8 Seiten – soviele Ideen kamen mir spontan zum Thema. Drei davon habe ich schon umgesetzt.

Zwei dieser Buchseiten schickte ich im Januar nach Freiburg und – juchu, ich freue mich sehr - sie wurden für die Ausstellung angenommen. Im August werde ich sie mit den anderen Arbeiten in Birmingham wiedersehen. Dann reisen sie weiter nach Moskau und im April 2012 nach Prag und im Mai sind sie wieder in Deutschland und werden in Einbeck bei den Patchworktagen ausgestellt.

Zeigen darf ich sie natürlich frühestens im August – ich hoffe, ich vergesse es nicht.

Das ist der Spruch, der mich zu meiner dritten Buchseite brachte. Ich arbeite gerne mixed-media-Untergründe aus Pelmet mit Seidenpapier. So entstand der Himmel, in den ich die Vögel stickte. Dann schrieb ich in weißes Lutradur in vielen Sprachen das Wort Freiheit und brachte diese ebenfalls in meinem Himmel unter.