Mit zwei kleinen Quilts nahm ich an einer Gruppenausstellung zum Thema "Textile News: Freiheit" - organisiert von Gudrun Heinze - teil.
Freiheit, die ich meine
Freiheit, die ich meine - gespiegelt
Für diese erste Arbeit wurde ich angeregt durch einen Text von Albert Schweitzer (1875 – 1965).
Zitatanfang: Ich will unter keinen Umständen ein Allerweltsmensch sein. Ich habe das Recht aus dem Rahmen zu fallen – wenn ich es kann. Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten, Ich will kein ausgehaltener Bürger sein, gedemütigt und abgestumpft, weil der Staat für mich sorgt. Ich will dem Risiko begegnen, mich nach etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch erleiden und Erfolg haben. Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit Trinkgeld abkaufen zu lassen. Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens entgegentreten als ein gesichertes Dasein führen. Iieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges als die dumpfe Ruhe Utopiens. Ich will weder meine Freiheit noch Wohltaten hergeben, noch meine Menschenwürde gegen milde Gaben. Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu sehen und zu bekennen: ‚Dies ist mein Werk.‘ Das alles ist gemeint, wenn ich sage: ‚Ich bin ein freier Mensch.‘ Zitatende
Für die zweite Arbeit habe ich eine Behauptung von Coco Chanell zugrunde gelegt. Sie behauptete, sie habe die Frauen „… befreit“. ABER dann fand ich ein Gedicht, dass die Befreiung von der Corsage in Frage stellte - sie sogar als Halt für die Freiheit empfand. Da ich nicht weiß, wer das Gedicht geschrieben hat, will ich es aus Copyrightgründen nicht veröffentlichen. Den "Ich-bin-gefangen-im-Korsett-Teil" stellte ich mit BH-Bügeln, Drahtperlen und geschwungegem Drahtgitter dar, den "Das-Korsett-gibt-mir-Halt-für-die-Freiheit-Teil" mit Seidenschnüren und weichen beschreibenen Tags.
Coco


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