Sonntag, 15. April 2012

Ausstellung


Für diejenigen, die sich bis Ende April in München und Umgebung aufhalten, habe ich hier einen Ausstellungstipp. Meine häusliche Situation ließ mir leider nur Zeit für eine Arbeit, die in diese Ausstellung integriert ist.


 bifi - geschafft

Die Buchstaben sind aus Malervlies, dem einzigen Material, das für mich über Monate in meinem Haus verfügbar war.

Alküns VII
10 Jahre Textilkunst Alternativ

24.03. 2012 – 28.04.2012 in der Galerie

Quilt Et Textilkunst

Sebastiansplatz 4
80331 München
Tel. 089-23701

Öffnungszeiten der Galerie 
Mo-Fr  10:00 - 18:00h
Sa-10:00 - 14:00h

Die Themen der Arbeiten und ihre textile Umsetzung sind:
Ganz Persönlich
Recycling 
Textile Buchstaben 
Leporellos
Poetic Bricks
und Kunsttaschen

Die Ausstellung ist wirklich sehenswert.


Graffiti - Transparenz

Entschleunigung

Das Thema Transparenz fiel mir im Zuge meiner Graffitiseiten am schwersten. Ich konnte es schriftmäßig nicht so richtig packen. Deshalb  entschied ich mich für einen transparenten Aufbau der Arbeit.

Den Untergrund bildet ein Stoff, auf den ich vor einigen Jahren in einem Kalligrafiekurs großflächig das  Wort "Termine" geschrieben und ein Uhrenziffernblatt schabloniert hatte. Darüber schichtete ich bedrucktes zartes Japanpapier. Die Oberfläche ist eine transparente Folie, auf die ich irische Sprüche zum Thema "Zeit - Entschleunigung" kalligrafierte.

Graffiti - Spiegel

Für das Spiegelgraffiti habe ich eine Bürohausfassade simuliert, in der sich eine gegenüber liegende Graffitiwand spiegelt.

Graffiti - Federn


Der Hintergrund ist selbst hergestellt mit Pelmet, Seidenpapier, Gesso, mit Walnusstinte und verschiedenen Farben ausgewaschen und bestickt. Die Mauersteine sind ansgebrannter Kuninfilz. Die Tür besteht aus einer mit Ölfarbe schablonierten und mit einer Nadel geriffelten Metallplatte.

Ursprünglich war die schablonierte  Feder Lila, aber beim Trocknen verlor sich die Farbe und ätze sich in die Metallplatte ein. Interessante Entdeckung.

Es geht weiter

Vor einem halben Jahr ereilte unser Haus ein Wasserschaden, der eine Grundsanierung zur Folge hatte. Aus diesem Grunde reduzierte sich nicht nur unser Leben auf ein Minimum, sondern auch mein Hirn hatte keine Chance  zur Kreativität. Bis auf Kleinigkeiten ist ein normales Leben jetzt aber wieder möglich und auch meine Ideen sprudeln wieder. Nun heißt es,  liegen Gebliebenes aufzuarbeiten bzw. Neues in Angriff zu nehmen.