Sonntag, 5. August 2012

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Im Mai 1998 reisten wir nach London. Im Mittelpunkt unserer Reise stand das am Südufer der Themse nachgebaute und 1997 neu eröffnete Globe-Theater.

Der Hintergrund ist ein handgefärbter Samt. Ein Foto des Globe-Theaters, die Eintrittskarten und das Logo des Theaters, die rote Rose sind auf Organza gedruckt. Die Themse ist bemaltes Bondaweb. Darin eingebettet ist ein von mir stenografierter Text, den ich in der "Kleinen Kulturgeschichte der Kurzschrift" fand:

Zitatanfang: '... Da saßen die bösen, von den Verlegern geschickten Stenografen, die unter dem Vorwand gewöhnliche Kritiker und Berichterstatter zu sein, heimlich die Dialoge aufzeichneten. Diesen Männern, die eine Pest für Schauspieler und ein Kummer für die Verfasser waren, haben wir zu verdanken, dass viele Dramen Shakespeares überhaupt auf die Nachwelt gekommen sind...' Zitatende

Freitag, 3. August 2012

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la Biennale di Venezia

Mein Juni-Blatt war der Biennale in Venedig gewidmet, die alle zwei Jahre von Juni bis November dort stattfindet und die wir auch seit vielen Jahren niemals verpassen.

Einige meiner Fotos von Palästen am Canal Grande habe ich als Collage zusammengefügt und auf Organza gedruckt, den Giardini mit den Länderpavillons mit der Maschine skizziert, das Logo der Biennale aus einer Pastiktüte aus dem Biennaleshop appliziert. Die schablonierten Füße dokumentieren, dass wir uns dort immer die Füße "platt laufen".

Im nächsten Jahr ist es wieder soweit - Biennale wir kommen!

Donnerstag, 2. August 2012

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Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie
James Daniel

Die kleinen Bücher waren Inspiration für ein Kalenderblatt. In jedem Monat erstelle ich ein Kalenderblatt und der rote Faden ist Reisen in Verbindung mit Kultur. Begonnen habe ich im Mai, drei Blätter sind also fertig.

„Raus aus dem Alltag – Rein in den Bücherrausch“ ist das Leitwort des 1. Bücherhotels in Deutschland, dem Gutshotel Groß Breesen, in dem gleichnamigen Ort in Mecklenburg-Vorpommern. Inmitten von 300.000 Büchern haben wir im Juli eine Woche geschwelgt und entspannt.

Der Hintergrund ist schabloniert – gestempelt – appliziert 

Die Bücher sind aus gestricktem Draht - Resten von Arbeitsproben mit Pelmet, Gesso, Seidenpapier, Walnusstinte usw. - Siebdruck

Mittwoch, 1. August 2012

Arbeiten mit Wachs


Ich hatte endlich einmal wieder Muße, etwas auszuprobieren. In einer clothpaper scissor von 2009 hat Patricia Gaignat eine kleine Installation von Büchern gezeigt und seitdem waren diese in meinem Kopf abgespeichert  "ausprobieren - nachmachen".

Ihre Bücherseiten waren mit Bienenwachs überzogene verschiedene Papiere. Diesen Wachsüberzug probierte ich nun mit textilen Materialien – kommerziellem Stoff, Japanpapier, Mull, Jute u. a. - aus. Das Verfahren ist im Prinzip simpel: Bienenwachs im Wasserbad auf 60 Grad erhitzen, Material sehr schnell mit dem Flüssigwachs einpinseln oder mit einer Pinzette eintauchen, mit einem Bügeleisen dämpfen (dabei verschwinden Unebenheiten des Pinselns), mit dem Embossingfön fixieren und fertig. Wenn kleine Teile eingearbeitet werden sollen, kann dieser Vorgang schichtweise wiederholt werden.

Das funktionierte gut, ist mir aber zu fettig in der Weiterverarbeitung. Aber die Idee dieser kleinen Bücher hat mich inspiriert für weiteres Arbeiten.