Samstag, 16. Februar 2013

Kalender - April

Fit

Den April stand eine Reise nach Sizilien 2007 Pate. Wenn ich spontan nach dieser Reise befragt werde, erinnere ich u. a. den Besuch der römischen Villa Romana del Casale aus dem Jahre 310 n. Ch. in Enna. An was erinnere mich hier besonders? 
  • Eines der vielen sehr gut erhaltenen Bodenmosaike zeigte 10 Bikini tragenden Mädchen, die mit Hanteln und anderen Gerätschaften Gymnastik betreiben.
  • Das ganze fand 310 nach Christus statt und
  • das hätte ich nie gedacht, an der oberen linken Ecke war unter diesem Mosaik noch ein früheres Mosaik freigelegt. So wie wir heute Teppichböden austauschen, tauschten die Leute damals ihre Mosaikböden aus, irgendwie klasse.
Das war mir ein Kalenderblatt wert. Es handelt sich hierbei um eine Mixed-Media-Arbeit aus Filz, Hanffaser, Grungeboard … geknautscht, bestempelt, bemalt, bedruckt, appliziert – mit der Maschine gezeichnet.

Wie schon in meinem Dionysos-Quilt stelle ich auch hier fest, es hat sich auch über die Tausende von Jahren hinweg nichts geändert hat.

Kalender - März

Frühlingsanfang
 
Ich zitiere Friedensreich Hundertwasser:
„Wenn sich etwas zu bewegen beginnt, dann ist es immer in Spiralform. Ich glaube, die Spirale ist sozusagen dort, wo die Materie aufhört zu sein und beginnt etwas Lebendiges zu werden.“ Zitatende

2011 reisten wir wieder einmal an die Ostsee. In der Zeitung lasen wir, dass in Bad Schwartau im Heimatmuseum eine Hundertwasser-Ausstellung zu sehen sei. Also fuhren wir hin und schauten sie uns an. Dort wurden neben Bildern insbesondere seine Drucke gezeigt, aber auch Filme vervollständigten diese Ausstellung.

Ich finde, dass die Spirale, die Hundertwasser liebte, – seine Definition dazu und der Monat März mit dem kalendarischen Beginn des Frühlings eine perfekte Einheit bilden.

Auf einem bunt eingefärbten Baumwollsatin brannte ich die Spirale mit einem Lötkolben aus schwarzem Kunststoff-Filz aus. Um das Kalendarium schreiben zu können, musste ich die Teile der Spirale mit schwarzer Tafelfarbe präparieren, dann konnte ich vernünftig mit einem silberfarbenen Edding schreiben. Fimo-Knöpfe vervollständigen das Bild.


Kalender - Januar

Innovation

Meinen Januar widme ich Stephan Hann, dessen Ausstellung „Couture – Mode-Objekte“ mich im Januar letzten Jahres in Lübeck außerordentlich erfreute und auf die Idee dieses Kalenderprojektes brachte. Er verkaufte dort nämlich einige Kalender – lauter Originale und sehr kreativ gestaltet – mit meinen Blättern aber keine Ähnlichkeit – wie gesagt, nur die Idee kam mir dabei.

Stephan Hann erschafft Mode aus einer Kombination von „Wegwerfmaterialien“ und feinen Stoffen. Die Schlichtheit und Eleganz gefallen mir dabei besonders.

Mein Blatt habe ich im Mondrian-Stil gestaltet.

Die Flächen bilden sich aus verschieden farbigen Seidenstoffen. Die schwarzen Streifen klebte und nähte ich aus dem Tape eines alten Videos. Die Blumen häkelte ich aus dem Band einer Kinderkassette, die ich auf dem Speicher fand. „Januar“ schrieb ich aus besagtem Band und für die Ziffern kramte ich aus einer alten Fotokiste einen Negativstreifen hervor. Die Modezeichnung besteht aus der Original-Papiertüte eines Kleiderschnittes aus den 50ern und heißt „Flottes Backfischkleid" – den Schnitt besitze ich ebenfalls noch.